Leitungsnetz - Übersichtsplan der Wasserleitungen im Liechtensteiner Unterland
Die WLU besitzt ein Verteilnetz von ca. 57 km. Dieses bildet das Rückgrat der WLU und verbindet alle Wasserbezugsorte mit allen Reservoiren und alle Genossenschaftsgemeinden untereinander. Mit dem knapp 100 km langen Versorgungsnetz wird das Wasser ab dem Verteilnetz in den Ortsteilen und Quartieren verteilt, womit die Erschliessung der Bauzonen ermöglicht wird. Mit diesen 157 km Wasserleitungen werden auch die für die Löschwasserversorgung benötigten rund 715 Hydranten mit ausreichend Wasser versorgt. Die Länge aller Hausanschlussleitungen beträgt ca.113 km. Die total zu betreuende Leitungslänge beträgt somit ca. 270 km.
Seit der Einführung von nicht korrodierbaren Kunststoffrohren aus Polyethylen im Jahre 1990 konnte der Anteil dieses Rohrmaterials bis heute bereits auf über 76 % gehoben werden. Dadurch wurde der Wasserverlust sukzessive von 31 % im Jahre 1991 auf 2 % (erstmaliger Spitzenwert) des Gesamtverbrauches im Jahre 2012 gesenkt. Auch in den Jahren 2019 - 2025 konnte der Verlust jährlich unter zwei Prozent gehalten werden. Dank Smart Metering weiss die WLU mittlerweile täglich wie viel Wasser wir am Vortag ins Netz eingespiesen und wie viel Wasser wir an die Kunden abgegeben haben. Wird diese Differenz unerklärlich zu gross liegt ein Leck vor, welches anschliessend gesucht und geflickt wird. Und das in relativ kurzer Zeit. Somit können die Verluste klein gehalten werden. Dieser Erfolg ist dem permanenten Einsatz aller Mitarbeitenden der WLU zu verdanken. Diese machen mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen die positive Entwicklung erst möglich.
Sämtliche notwendigen Daten über das Leitungsnetz (Situation, Kaliber, Rohrmaterial, Alter etc.) können jederzeit über unser Werkleitungsinformationssystem elektronisch via Internet abgerufen werden.

Leitungsplan 1932 und 2013 im Vergleich
Früher wurden die Leitungen von Hand mit dem Messband und dem Meter auf Gebäudeecken und Grundstücksgrenzen eingemessen und mittels Tusche auf Transparentpapier aufgetragen. Flächendeckende Grundbuchpläne für den täglichen Gebrauch gab es nicht. Anhand des nachstehenden Beispiels der Situationspläne im Krummenacker in Mauren von 1932 und 2013 können die Unterschiede in der Darstellung und der Datenqualität etc. eindeutig festgestellt werden. Die rot umrandeten Gebäude auf dem Plan von 2013 sind auch im alten Situationsplan von 1932 zu erkennen.
